Denkanstöße & Impulse

Hier laden wir Sie ein, Gedankenräume zu betreten und Gewohntes neu zu betrachten:
Wir sprechen über Themen, die bewegen, Perspektiven, die überraschen, und Impulse,
die sofort Wirkung zeigen: von Shakespeare bis moderne Führung – kurz, inspirierend
und immer mit einem Funken, der etwas in Gang setzt.

Sabine Schieck mit Herz-Geste erläutert 4 Rituale gegen Lampenfieber

Wer vor einem Auftritt keine Nervosität spürt, sollte sich Sorgen machen …

Nicht umgekehrt.

Führungskräfte stehen ständig auf einer Bühne. Und viele versuchen vor allem eines: die Nervosität wegzudrücken.

Das kostet Energie. Und genau die fehlt dann im entscheidenden Moment.

Schauspieler machen es anders. Selbst nach Jahrzehnten auf der Bühne haben viele vor der Premiere Herzklopfen. Sie wollen es gar nicht loswerden, denn es ist ihr Treibstoff.

Lesen Sie hier: Vier Rituale aus dem Methodenkoffer des Theaters, die auch im Business funktionieren.

Drei Teilnehmende mit Hüten mit Blick auf die Bühne

Was Führungskräfte von Schauspielern lernen können

Schauspieler trainieren jeden Tag das, woran Führungskräfte oft scheitern: Wirkung.

  • Wie sie sprechen. Wie sie zuhören.
  • Wie sie Spannung halten oder auflösen.
  • Wie sie Räume „führen“, ohne ein Wort zu sagen.

Im Umgang mit Menschen entscheidet nicht immer die beste Idee. Sondern die Person, die sie klar, authentisch und überzeugend verkörpert.

Frau mit Maske in der Hand, je zur Hälfte gekleidet in Rüstung und Anzug

Warum gelten Frauen erst als „führungsstark“, wenn sie härter wirken als Männer?

In meiner Wahrnehmung als Frau mit Führungserfahrung passiert Folgendes: Viele Frauen passen sich an ein System an, das Härte belohnt — nicht Haltung: Sie trainieren Durchsetzungsfähigkeit, Stärke, Dominanz. Aber warum sollte „Women in Leadership“ funktionieren, wenn wir Frauen beibringen, männliches Verhalten zu kopieren?

Und nein — reine „Women Circles“ reichen m. E. nicht. Vielleicht geben sie Sicherheit, aber sie verändern nicht das Spiel. Führung lernt man im echten Kontext. Dort, wo Macht, Meinungen und Muster sichtbar werden und aufeinandertreffen.

Was Frauen in Leadership wirklich brauchen, ist Authentizität, Klarheit, Präsenz und eine Haltung, die ihnen entspricht — ohne Rüstung, ohne Kopie, ohne Theater.

Führung ist ein Startplatz

Kürzlich hatte mein Jüngster Geburtstag. Ein Moment, der mir wieder zeigte, wie viel wir als Eltern festhalten wollen – und wie viel wir nach und nach loslassen müssen:

„Wenn Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln.
Sind sie groß, gib ihnen Flügel.“

Wurzeln geben Halt. Sie schenken Stabilität, Widerstandskraft, Sicherheit – und den Mut, später fliegen zu können.

Dieses Zitat bringt es auf den Punkt: Man wächst nicht, wenn man festgehalten wird. Man wächst, wenn einem jemand vertraut und etwas zutraut. Wie nah dieses Prinzip doch an Leadership ist: Die Haltung einer Führungskraft entscheidet, ob Menschen klein bleiben – oder fliegen.

Sabine Schieck nachdenklich

Fokus ist eine Inszenierung, bei der Sie Regie führen

Neulich saß ich an meinem Schreibtisch und merkte, wie mein Kopf von Reiz zu Reiz sprang. Aber eigentlich wollte ich mich konzentrieren. Mein Fokus hingegen war wie eine Seifenblase: da, geplatzt – und wieder da, und gleich wieder weg.

In solchen Momenten atme ich tief durch und erinnere mich daran, was mir wirklich hilft: Aktiv steuern: Raus aus dem Reizstrom, rein in meine eigene Regie.

Trainingsgruppe musiziert gemeinsam auf der Bühne

Warum Ensembles stark machen

Viele Unternehmen feiern noch immer ihre Rockstars: Menschen, die scheinbar alles tragen. Alles lösen. Alles wissen.

Doch im Theater ist das keine Erfolgsidee. Und in Organisationen auch nicht: Rockstars machen abhängig. Ensembles machen widerstandsfähig.

Drei sich umarmende Schauspieler auf der Bühne, zwei schauen nach unten, einer schaut verschmitzt ins Publikum

Der wichtigste Auftritt ist selten der ganz große

Der wichtigste Auftritt ist nicht die Rede vor riesigem Publikum. Und auch nicht die Rede vor dem Vorstand: Wirkung entsteht in der Summe aller Auftritte: im Teammeeting, im kurzen Austausch, im Alltag. Jede Begegnung ist ein Auftritt – ein Moment von Präsenz, Klarheit und Haltung. Authentizität zeigt sich nämlich nicht nur im Ausnahmezustand, sondern dort, wo niemand Applaus erwartet.

Drei Teilnehmende proben eine Szene auf der Bühne

Wie Leader psychologische Sicherheit stärken

Wo Menschen Angst haben, bewertet zu werden, ziehen sie sich zurück. Wo Ideen zu Risiken werden, bleibt Innovation stecken. – Was Führung hier tun kann: Führungskräfte sind die Architekten psychologischer Sicherheit. Sie schaffen Räume, in denen Menschen nicht nur denken dürfen – sondern sich trauen, auch Ungeschliffenes auszusprechen.

Regiestuhl vor schwarzem Hintergrund, seitlich ein Take-Board

Die Bedeutung menschlicher Faktoren für „Führung 2030“

Wer glaubt, KI würde Führung ersetzen, hat das Spiel vielleicht nicht verstanden. KI ist Tool, Führung ist Wirkung. – Klar, moderne Leader müssen mit KI arbeiten. Das gehört heute mit dazu. Immer mehr Analysen – von DDI bis Kienbaum – betonen jedoch, dass die Zukunft der Führung dort entschieden wird, wo Menschlichkeit, Klarheit und Purpose auf Technologie treffen. – Es ist eben die Ausgewogenheit, die zählt.

Führungskraft liest konzentriert einen Text vor

3 Tipps, wie Führungskräfte fit für die Zukunft werden

Wer heute wirksam führen will, braucht innovative Lernformate, die dazu einladen, sich außerhalb der Komfortzone auszuprobieren und neue Wege zu gehen. Diese drei Impulse zeigen, wie Führungskräfte gezielt fit für die Zukunft gemacht werden können.

Zwei Trainer im Degenduell auf der Bühne

Präsenz
Manche Führungskräfte betreten einen Raum – und bleiben gesichtslos.

  • Sie sind fachlich brillant – und doch verpufft ihre Wirkung.
  • Sie sprechen oft und viel, aber sie werden kaum gehört.
  • Sie wirken technisch – und berühren nicht.

Was Ihnen fehlt ist Präsenz. – Impulse für mehr Präsenz gibt’s hier:

Claudia Wiedemer und Matthias Kress im Gespräch

Innere Haltung führt

In unsicheren Zeiten kommt der weiter, der innerlich klar bleibt. Haltung schafft Orientierung, wenn Fakten wackeln. Und Teams spüren sofort, ob jemand bei sich ist.

Matthias Kress klärt im Gespräch mit Kollegin Claudia Wiedemer, wie innere Haltung gerade in turbulenten Zeiten zu einem Anker wird und welche Haltung für sie als freie Schauspielerin ohne festes Engagement die wichtigste ist.

Claudia Wiedemer und Andi Klaue im Gespräch

Wertschätzung eine
Bühne geben

Im Business fehlen leider allzu oft sichtbare Rituale der Wertschätzung, die Leistung, das Team und Stakeholder verbinden.

Im Theater gibt es dafür die Applaus‑Ordnung. Claudia Wiedemer befragt dazu Kollege Andi Klaue, wie Wertschätzung Struktur bekommt und Wirkung entfaltet.

Matthias Kress und Bärbel Stolz im Gespräch

Ohne Struktur ist Zielerreichung ein Zufall

Struktur ist kein Korsett, sondern die Basis für gemeinsames Ziehen an einem Strang. Wie im Theater entsteht was Großes erst, wenn Abläufe klar und Rollen sichtbar sind. – In diesem Video erklärt Matthias Kress im Gespräch mit Bärbel Stolz, warum Teams mit Struktur schneller ans Ziel kommen – und Führung leichter wird:

Bärbel Stolz und Andreas Klaue im Gespräch

Humor im Job – ein No-Go?

Viele fürchten, dadurch weniger ernst genommen zu werden. In Wahrheit ist es umgekehrt: Neulich im Training berichtete ein Geschäftsführer, dass er in einer schwierigen Teamsituation einen kleinen Scherz über sich selbst machte – und sofort veränderte sich die Stimmung im Raum. – Andi Klaue hat dazu Kollegin Bärbel Stolz interviewt. Hier verrät sie, warum ein Quäntchen Humor oder Selbstironie wie ein Türöffner wirkt:

„The mind is its own place.“

William Shakespeare

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