Denkanstöße & Impulse
Hier laden wir Sie ein, Gedankenräume zu betreten und Gewohntes neu zu betrachten:
Wir sprechen über Themen, die bewegen, Perspektiven, die überraschen, und Impulse,
die sofort Wirkung zeigen: von Shakespeare bis moderne Führung – kurz, inspirierend
und immer mit einem Funken, der etwas in Gang setzt.

Was Führungskräfte von Schauspielern lernen können
Schauspieler trainieren jeden Tag das, woran Führungskräfte oft scheitern: Wirkung.
- Wie sie sprechen. Wie sie zuhören.
- Wie sie Spannung halten oder auflösen.
- Wie sie Räume „führen“, ohne ein Wort zu sagen.
Im Umgang mit Menschen entscheidet nicht immer die beste Idee. Sondern die Person, die sie klar, authentisch und überzeugend verkörpert.

Warum gelten Frauen erst als „führungsstark“, wenn sie härter wirken als Männer?
In meiner Wahrnehmung als Frau mit Führungserfahrung passiert Folgendes: Viele Frauen passen sich an ein System an, das Härte belohnt — nicht Haltung: Sie trainieren Durchsetzungsfähigkeit, Stärke, Dominanz. Aber warum sollte „Women in Leadership“ funktionieren, wenn wir Frauen beibringen, männliches Verhalten zu kopieren?
Und nein — reine „Women Circles“ reichen m. E. nicht. Vielleicht geben sie Sicherheit, aber sie verändern nicht das Spiel. Führung lernt man im echten Kontext. Dort, wo Macht, Meinungen und Muster sichtbar werden und aufeinandertreffen.
Was Frauen in Leadership wirklich brauchen, ist Authentizität, Klarheit, Präsenz und eine Haltung, die ihnen entspricht — ohne Rüstung, ohne Kopie, ohne Theater.

Führung ist ein Startplatz
Kürzlich hatte mein Jüngster Geburtstag. Ein Moment, der mir wieder zeigte, wie viel wir als Eltern festhalten wollen – und wie viel wir nach und nach loslassen müssen:
„Wenn Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln.
Sind sie groß, gib ihnen Flügel.“
Wurzeln geben Halt. Sie schenken Stabilität, Widerstandskraft, Sicherheit – und den Mut, später fliegen zu können.
Dieses Zitat bringt es auf den Punkt: Man wächst nicht, wenn man festgehalten wird. Man wächst, wenn einem jemand vertraut und etwas zutraut. Wie nah dieses Prinzip doch an Leadership ist: Die Haltung einer Führungskraft entscheidet, ob Menschen klein bleiben – oder fliegen.

Fokus ist eine Inszenierung, bei der Sie Regie führen
Neulich saß ich an meinem Schreibtisch und merkte, wie mein Kopf von Reiz zu Reiz sprang. Aber eigentlich wollte ich mich konzentrieren. Mein Fokus hingegen war wie eine Seifenblase: da, geplatzt – und wieder da, und gleich wieder weg.
In solchen Momenten atme ich tief durch und erinnere mich daran, was mir wirklich hilft: Aktiv steuern: Raus aus dem Reizstrom, rein in meine eigene Regie.

Der wichtigste Auftritt ist selten der ganz große
Der wichtigste Auftritt ist nicht die Rede vor riesigem Publikum. Und auch nicht die Rede vor dem Vorstand: Wirkung entsteht in der Summe aller Auftritte: im Teammeeting, im kurzen Austausch, im Alltag. Jede Begegnung ist ein Auftritt – ein Moment von Präsenz, Klarheit und Haltung. Authentizität zeigt sich nämlich nicht nur im Ausnahmezustand, sondern dort, wo niemand Applaus erwartet.

Wie Leader psychologische Sicherheit stärken
Wo Menschen Angst haben, bewertet zu werden, ziehen sie sich zurück. Wo Ideen zu Risiken werden, bleibt Innovation stecken. – Was Führung hier tun kann: Führungskräfte sind die Architekten psychologischer Sicherheit. Sie schaffen Räume, in denen Menschen nicht nur denken dürfen – sondern sich trauen, auch Ungeschliffenes auszusprechen.

Die Bedeutung menschlicher Faktoren für „Führung 2030“
Wer glaubt, KI würde Führung ersetzen, hat das Spiel vielleicht nicht verstanden. KI ist Tool, Führung ist Wirkung. – Klar, moderne Leader müssen mit KI arbeiten. Das gehört heute mit dazu. Immer mehr Analysen – von DDI bis Kienbaum – betonen jedoch, dass die Zukunft der Führung dort entschieden wird, wo Menschlichkeit, Klarheit und Purpose auf Technologie treffen. – Es ist eben die Ausgewogenheit, die zählt.

3 Tipps, wie Führungskräfte fit für die Zukunft werden
Wer heute wirksam führen will, braucht innovative Lernformate, die dazu einladen, sich außerhalb der Komfortzone auszuprobieren und neue Wege zu gehen. Diese drei Impulse zeigen, wie Führungskräfte gezielt fit für die Zukunft gemacht werden können.

Präsenz
Manche Führungskräfte betreten einen Raum – und bleiben gesichtslos.
- Sie sind fachlich brillant – und doch verpufft ihre Wirkung.
- Sie sprechen oft und viel, aber sie werden kaum gehört.
- Sie wirken technisch – und berühren nicht.
Was Ihnen fehlt ist Präsenz. – Impulse für mehr Präsenz gibt’s hier:

Innere Haltung führt
In unsicheren Zeiten kommt der weiter, der innerlich klar bleibt. Haltung schafft Orientierung, wenn Fakten wackeln. Und Teams spüren sofort, ob jemand bei sich ist.
Matthias Kress klärt im Gespräch mit Kollegin Claudia Wiedemer, wie innere Haltung gerade in turbulenten Zeiten zu einem Anker wird und welche Haltung für sie als freie Schauspielerin ohne festes Engagement die wichtigste ist.

Wertschätzung eine
Bühne geben
Im Business fehlen leider allzu oft sichtbare Rituale der Wertschätzung, die Leistung, das Team und Stakeholder verbinden.
Im Theater gibt es dafür die Applaus‑Ordnung. Claudia Wiedemer befragt dazu Kollege Andi Klaue, wie Wertschätzung Struktur bekommt und Wirkung entfaltet.

Ohne Struktur ist Zielerreichung ein Zufall
Struktur ist kein Korsett, sondern die Basis für gemeinsames Ziehen an einem Strang. Wie im Theater entsteht was Großes erst, wenn Abläufe klar und Rollen sichtbar sind. – In diesem Video erklärt Matthias Kress im Gespräch mit Bärbel Stolz, warum Teams mit Struktur schneller ans Ziel kommen – und Führung leichter wird:

Humor im Job – ein No-Go?
Viele fürchten, dadurch weniger ernst genommen zu werden. In Wahrheit ist es umgekehrt: Neulich im Training berichtete ein Geschäftsführer, dass er in einer schwierigen Teamsituation einen kleinen Scherz über sich selbst machte – und sofort veränderte sich die Stimmung im Raum. – Andi Klaue hat dazu Kollegin Bärbel Stolz interviewt. Hier verrät sie, warum ein Quäntchen Humor oder Selbstironie wie ein Türöffner wirkt:
„The mind is its own place.“
William Shakespeare

